gesundheitsbezogene Soziale Arbeit

“Soziale Arbeit fördert als praxisorientierte Profession und wissenschaftliche Disziplin gesellschaftliche Veränderungen, soziale Entwicklungen und den sozialen Zusammenhalt sowie die Stärkung der Autonomie und Selbstbestimmung von Menschen. Die Prinzipien sozialer Gerechtigkeit, die Menschenrechte, die gemeinsame Verantwortung und die Achtung der Vielfalt bilden die Grundlage der Sozialen Arbeit. Dabei stützt sie sich auf Theorien der Sozialen Arbeit, der Human- und Sozialwissenschaften und auf indigenes Wissen. Soziale Arbeit befähigt und ermutigt Menschen so, dass sie die Herausforderungen des Lebens bewältigen und das Wohlergehen verbessern, dabei bindet sie Strukturen ein”. (DBSH-Fachbereichstag, 2016)

In Anlehnung an diese Definition betrachte ich die Soziale Arbeit ist eine zutiefst ganzheitliche Profession, die nicht nur auf Problemlösungen ausgerichtet ist, sondern auch die Fähigkeit besitzt, soziale und gesellschaftliche Strukturen positiv zu beeinflussen. Besonders die Prinzipien der sozialen Gerechtigkeit, der Achtung der Vielfalt und der Förderung der Selbstbestimmung bieten einen wertvollen Rahmen, um Menschen nicht nur bei der Bewältigung von Herausforderungen zu begleiten, sondern ihnen auch Raum für persönliches Wachstum zu geben.

Yoga und Embodiment ergänzen dieses Verständnis, indem sie den Körper als Ressource in den Mittelpunkt rücken. Viele Herausforderungen, die Menschen begegnen, manifestieren sich nicht nur auf psychischer, sondern auch auf körperlicher Ebene. Yoga fördert die Verbindung zwischen Körper und Geist, schafft Momente der Achtsamkeit und öffnet Türen zu inneren Ressourcen. Diese Praxis unterstützt Menschen darin, Resilienz zu entwickeln, Stress abzubauen und sich stärker mit ihren eigenen Bedürfnissen und Zielen zu verbinden.

Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) wiederum bietet eine Grundlage, um echte zwischenmenschliche Verbindungen herzustellen. Sie fördert die Fähigkeit, authentisch und empathisch zu kommunizieren, Konflikte zu lösen und Bedürfnisse klar auszudrücken – zentrale Kompetenzen, die nicht nur für die Soziale Arbeit, sondern für das gesamte Leben unverzichtbar sind.

Diese Ansätze tragen dazu bei, dass Menschen nicht nur befähigt werden, ihre aktuellen Herausforderungen zu meistern, sondern auch ihre Selbstwirksamkeit erkennen und nachhaltig stärken können. Sie lernen, ihre eigenen Ressourcen zu aktivieren, sich ihrer Stärken bewusst zu werden und eigenverantwortlich Wege zu finden, die ihnen ein erfülltes Leben ermöglichen.

Ich bin der Überzeugung, dass die Verbindung von wissenschaftlichen Ansätzen der Sozialen Arbeit mit praxisorientierten, körperzentrierten und kommunikativen Methoden wie Yoga und GFK die Soziale Arbeit bereichert. Es ermöglicht nicht nur, die Prinzipien der Menschenrechte, der Gerechtigkeit und der Vielfalt zu leben, sondern auch, Menschen auf einer tieferen, ganzheitlichen Ebene zu begleiten. Dadurch wird die Soziale Arbeit zu einem Feld, das nicht nur gesellschaftliche Veränderungen fördert, sondern auch persönliche Transformation ermöglicht.